Maritim

Maritimes – der besondere Reiz

Jemand sagte einmal: “Wer nie am Meer gewesen ist, hat nicht gelebt”. Und ohne Frage ist die bezaubernde Atmosphäre an der See im wahrsten Sinne des Wortes unbeschreiblich. Man kann sie nicht in Worte fassen, man muss sie erlebt haben. Den salzigen Geruch des Meerwassers. Das mal laute, mal leisere Schlagen der Wellen. Die Gischt und das Geschrei der Seemöwen – all das macht den ganz besonderen Reiz des Maritimen aus.

Fernweh stellt sich ein, wenn am Horizont die Schiffe hinter der Erdkrümmung im Meer zu verschwinden scheinen. Leuchttürme blinken in der Nacht von weither und werfen den Schein ihres Lichts über das Wasser. Und manchmal toben die Elemente, wenn Sturm und Unwetter über die offene See heranziehen und mit hohen Wellen und pfeifendem Wind Gespräche am Strand unmöglich machen. Wer es wagt, zu solchen Zeiten an den Strand zu gehen, der wird keine Muscheln suchen und sich nicht am funkelnden Sonnenlicht erfreuen. Wer es wagt, zu solchen Zeiten an den Strand zu gehen, der wird kämpfen: Gegen die Macht des Windes und seine Stärke. Gegen das Geheul der Böen und die abertausenden Sandkörner, die ihm in die Augen wehen. Doch: Gerade in diesen Momenten ist die unbändige Kraft des Meeres am meisten zu spüren. Gerade in diesen Momenten kehrt Klarheit ein: Wie groß und mächtig ist der Schöpfer dieser Welt; wie klein der Mensch. Und wie wunderbar ist es, das alles erleben zu dürfen! Mit jeder Pore des Gesichts, mit jedem Atemzug und jedem Schritt. Ja – ein solcher Moment am Meer ist eine Lehrstunde des Lebens. Und eine göttliche Lektion.

Küstenlinien – mal sanft mit weißem Sand und zuckerleicht, mal steinig und steil. Die Landschaft am Meer hat tausende Gesichter. Hier der Badestrand mit fröhlichem Kinderlachen, dort das verschlafene Fischerdorf, in dem die Netze in der Mittagssonne trocknen. Rauch steigt auf aus der Räucherei gleich nebenan. Und Duft von fangfrischen Meerestieren. Wie wäre es mit einem Bummel über den Deich? Mit einer Wanderung ins Watt? Wann kommt die Flut zurück? Das Meer lädt ein. Immer wieder. Und immer wieder neu. Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter. Blutrot und wunderschön. An jedem neuen Tag.

Inseln im Meer sind Oasen. Fruchtbar, frisch, gesegnet. Klein und unscheinbar – vielleicht nur ein bewachsener Felsen. Oder weitläufig und ausgedehnt – mit viel Wald und Städten gar. Mit Häfen und Straßen und einer eigenen Eisenbahnlinie. Die Brücke zum Festland als Grenze. Willkommens- und Abschiedspunkt. Inseln sind etwas Besonderes. Ihr Flair überrascht, bewegt, beruhigt. Inseln laden ein. Zum Wiederkommen und Bleiben.

Auf den Planken der Seebrücke stehen und hinausschauen. Träumen: Einmal Seefahrer sein! Hinaus in die Weite. Abenteuer erleben, die Welt sehen. Den Geruch des Meeres erleben an jedem Tag. Seine Schönheit und seine Gefahr. Meere, Fjorde, Ozeane – wohin soll es gehen? Auf den Planken der Seebrücke stehen und hinausschauen. Wohin geht die Reise? “Wer nie am Meer gewesen ist, hat nicht gelebt” – wie wahr! Ein tiefer Atemzug noch. Die Seeluft in die Lungen saugen. Kurz die Augen schließen und spüren.

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